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Mi 08–05–2019

M. Schumacher: Kapitalismus und Religion

221qm Ringvorlesung

Ab 19:30 Uhr
Eintritt frei

Mark Schumacher: Kapitalismus und Religion. Überlegungen zur Religionskritik nach Walter Benjamin

Religion und Kapitalismus kommen offensichtlich ganz gut miteinander aus. Die Hoffnung, der Kapitalismus würde wenigstens säkulare Verhältnisse schaffen, wird alltäglich enttäuscht. „Alles Stehende und Ständische verdampft, alles Heilige wird entweiht“, hieß es im Kommunistischen Manifest – ja, und doch steht die Religion wieder vor der Tür. In welchen neuen Gewändern, in welchen immer schon gebrochenen Formen steht sie da? Was eint Religion als Business, als Lifestyle, als Fundamentalismus? Oder ist sie schon längst im Haus? Laut Benjamin ist der Kapitalismus selbst „eine reine Kultreligion, vielleicht die extremste, die es je gegeben hat“. Der ganz normale Wahnsinn, in der Krise besonders augenfällig: notwendig fetischistisch jeden Tag Waren zu tauschen und die Selbstbewegung der Dinge voranzutreiben.

Was sind hier entscheidende Fragen einer Religions- als Kapitalismuskritik? Einer Kritik, die weder unter der Hand religiöse Strukturen nachbastelt, weil sie sich vorschnell drüberhinaus meint, noch das Versprechen auf grundlegend andere Verhältnisse kassiert?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe: „Religion & Kapital. Zur Kritik des Glaubens in der Moderne“ des Referats für Ringvorlesungen im AStA der TU Darmstadt.